Bausparen und Bausparvertrag
Was bringt mir ein Bausparkonto?
Wer träumt nicht den Traum von den eigenen vier Wänden? Für jeden der schon immer vom Eigentum geträumt hat, ist Bausparen genau das Richtige. Warum? Ist doch klar - Mit einem Bausparkonto spart man erst einmal das notwendige Eigenkapital für eine rundum solide Finanzierung an, ehe man später ein zinsgünstiges Bauspardarlehn bei Zuteilung in Anspruch nehmen kann. Man schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. Darüber hinaus kann Bausparen auch für andere Zielgruppen interessant sein wie z.B. Personen, die schon Eigentümer sind. Sie fragen sich warum? Ganz einfach. Ein Bausparvertrag kann für Eigentümer als Reparaturkonto eingerichtet werden. Das Bausparkonto dient dann praktisch als „Krankenversicherung“ für das Haus oder die Wohnung. Denn mit den ausreichend angehäuften Konto lassen sich die üblich anfallenden Investitionen rund ums Eigentum (z.B. neues Dach, Wärmedämmung, Heizungsanlage, neue Fenster etc.) einfacher stemmen. Aber auch den für den gewöhnlichen Sparer ist ein Bausparvertrag sinnvoll, denn zusätzlich zu hohen Zinsen im entsprechenden Tarif, winken auch noch attraktive staatliche Förderungen. Des weiteren kann ein solches Konto auch für die Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen über den Arbeitgeber genutzt werden.
Welche staatliche Förderung gibt es beim Bausparen?
a) Arbeitnehmersparzulage auf die Vermögenswirksamen Leistungen
Vorraussetzung:
1.Bausparkonto läuft mindestens sieben Jahre
2.Die Einkommensgrenzen von 17900€ für Alleinstehende und 35800€ für Verheiratete werden nicht überschritten (maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen)
3. jährliche Beantragung des Bausparers über die Einkommenserklärung
Förderung:
9% auf eine max.470€ jährliche Sparleistung
b) Wohnungsbauprämie auf die eigenen Sparleistungen
Vorraussetzung:
1.Bausparkonto läuft mind. sieben Jahre
2.Die Einkommensgrenzen von 25600€ für Alleinstehende und 51200€ für Verheiratete werden nicht überschritten (zu versteuerndes Einkommen)
3.jährliche Beantragung mit dem Wohnungsbauprämienantrag bei der Bausparkasse
Achtung: Wohn-Riester jetzt auch als Förderung nutzen!
Wie funktioniert Bausparen?
Bausparen besteht in der Regel aus zwei Phasen, der sogenannte Ansparphase und er sogenannten Darlehensphase. In der Ansparphase wird, so wie der Name schon vermuten lässt, das Kapital angespart. Die Besparung beträgt je nach Tarif und Bausparkasse zwischen 40% und 50% der Bausparsumme. Die Bausparsumme setzt sich zusammen aus dem Bausparguthaben und der Option auf ein zinsgünstiges Darlehen. Bei einer Bausparsumme von 10000€ muss ich also bei einer Ansparungsquote von 40%, 4000€ ansparen und kann dann bei Zuteilung 6000€ als zinsgünstiges Darlehen für wohnwirtschaftliche Verwendung abrufen. In der Darlehensphase kann ich die komplette Bausparsumme abrufen und zahle den Darlehensanteil mit der vertraglich vereinbarten Mindestrückzahlungsrate zurück (oder bei Bedarf auch mehr). Vorraussetzung für den Abruf des Darlehens ist, dass die Zuteilung erreicht ist. Zuteilung bedeutet, die Erfüllung von bestimmten Vorraussetzungen. Diese Vorraussetzungen sind in der Regel :
1. Mindestlaufzeit des Bausparkontos (z.B. 18 Monate)
2. Mindestansparung (z.B. 40% der Bausparsumme)
3. Erreichen der Bewertungsziffer (wird anhand einer Formel errechnet die u.a. Laufzeit und gezahlte Zinsen berücksichtigt)
Welche Vorteile und Leistungen werden geboten?
a) hohe staatliche Förderung in der Ansparphase
b) Sicherung eines zinsgünstigen Darlehens
c) flexible Besparung und Tilgung des Festzinsdarlehens (Sondertilgungen sind jederzeit möglich)
d) renditestarke Anlage der vermögenswirksamen Leistungen
e) bei Nichtinanspruchnahme des Darlehens ist eine Auszahlung des Sparguthabens auch möglich
