Der Wohnungsmarkt in Deutschland vermeldet bereits zum zweiten Mal in Folge enorme Umsatzsteigerungen. In den letzten beiden Jahren wurde in eine Vielzahl von Wohnimmobilien investiert, was nicht zuletzt an der niedrigen Zinsstruktur liegt. Der Besitz einer Immobilie gilt als sinnvoller Weg, um sich im Alter abzusichern. Dies liegt daran, dass der Kauf einer Immobilie gerade bei jungen Leuten bedeutet, dass diese im Alter abgezahlt ist. Auf diese Weise fallen hohe Mietkosten weg, die von der Regelrente aufgebracht werden müssen.
Die Riester-Rente gilt als eine empfehlenswerte Form der privaten Altersvorsorge. Die Riester-Rente ist staatlich gefördert. Dies bedeutet, dass der Staat nennenswerte Beträge auf den angesparten Betrag aufschlägt und diese bei der Auszahlung zu einer größeren Summe führen. Was viele Menschen nicht wissen, ist die Möglichkeit, dass die Riester-Rente auch für den Kauf einer Wohnimmobilie eingesetzt werden kann. Dies kann auf mehrere Arten geschehen. Die erste Variante ist, dass mit dem über Riester angesparten Vertrag ein bereits laufender Immobilienkredit abgelöst wird. Dies ist sinnvoll, wenn die Zinsbindung, an der der Kredit für einige Jahre gebunden ist, ausläuft und ein Neukredit günstigere Zinskonditionen verspricht. In diesem Fall kann eine Umschuldung erfolgen. Maßgabe, um die Riester-Rente hierfür zu benutzten ist, dass das Wohneigentum selbst genutzt und nicht vermietet wird.
Eine weitere Variante stellt der Riester-Bausparvertrag dar. Wie bei einem gewöhnlichen Bausparvertrag wird erst ein Betrag angespart, der schließlich in eine Wohnimmobilie investiert wird. Die Förderungsbeträge fließen ebenfalls in den Bausparvertrag, was den Abschluss eines solchen attraktiver gestaltet. Zusätzlich kann der Bausparvertrag durch eine Wohnungsbauprämie und der Arbeitnehmersparzulage aufgestockt werden. Am Ende der Vertragslaufzeit ist es bei dieser Form des Riestersparens nicht nur möglich, über die angesparte Summe zu verfügen, sondern ein Darlehen aufzunehmen, welches ebenfalls in die Riester-Förderung einbezogen wird.
Als dritte Möglichkeit steht das Riester-Darlehen zur Verfügung. Dieses Darlehen ist im Vergleich mit ähnlich aufgebauten Produkten günstig und kann, wie bereits erwähnt, problemlos mit einem Bausparvertrag kombiniert werden.

